Eine unbesetzte CFO-Position erzeugt sofort Handlungsdruck. Liquiditätsplanung, Reporting, Finanzierung und strategische Entscheidungen laufen schließlich weiter. Trotzdem ist es selten sinnvoll, die erstbeste verfügbare Führungskraft dauerhaft einzustellen.
Eine Fehlbesetzung auf CFO-Ebene kostet nicht nur Zeit und Geld. Sie kann wichtige Projekte verzögern, ein Finance-Team verunsichern und das Vertrauen von Banken, Gesellschaftern oder Investoren belasten.
Ein CFO auf Zeit bietet Unternehmen eine Alternative: Die Finanzfunktion bleibt handlungsfähig, während der tatsächliche Bedarf analysiert und die dauerhafte Personalentscheidung sorgfältig vorbereitet wird.
Die CFO-Suche beginnt häufig unter Zeitdruck
Ein CFO verlässt das Unternehmen, fällt unerwartet aus oder soll im Rahmen einer Veränderung ersetzt werden. Plötzlich muss eine Position besetzt werden, die für nahezu alle wichtigen Unternehmensentscheidungen relevant ist.
Die Geschäftsführung steht dann vor zwei Aufgaben:
- Das operative Tagesgeschäft muss sofort abgesichert werden.
- Gleichzeitig soll eine langfristig passende Führungskraft gefunden werden.
Beide Ziele lassen sich mit einer überstürzten Festanstellung nur schwer verbinden.
Die Suche nach einem CFO ist zudem komplexer geworden. Unternehmen benötigen heute nicht mehr nur einen Leiter für Rechnungswesen und Controlling. Sie suchen häufig einen strategischen Sparringspartner, Transformationsmanager, Finanzierungsexperten und Digitalisierungstreiber in einer Person.
Welche dieser Kompetenzen tatsächlich im Vordergrund stehen, ist zu Beginn der Suche jedoch nicht immer klar.
Die CFO-Rolle verändert sich
Die Finanzfunktion befindet sich im Umbruch. Künstliche Intelligenz, automatisiertes Reporting, neue regulatorische Anforderungen und volatile Märkte verändern die Arbeit von CFOs grundlegend.
Aktuelle CFO-Studien für 2026 beschreiben Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Risikosteuerung und Finance Transformation als zentrale Themen. PwC nennt die Digitalisierung der Finanzfunktion eine strategische Priorität. Auch Wolters Kluwer hebt KI, Governance und Transformation als wichtige Handlungsfelder hervor.
Damit steigen auch die Anforderungen an neue Finanzverantwortliche.
Ein moderner CFO muss Zahlen sicher beherrschen. Gleichzeitig soll er Geschäftsmodelle verstehen, Risiken früh erkennen, Teams führen und Veränderungen umsetzen. Hinzu kommen Erfahrungen mit Finanzierungsfragen, ERP-Systemen, Datenqualität und automatisierten Planungsprozessen.
Nicht jedes Unternehmen braucht dabei dasselbe Profil.
Warum eine schnelle Festanstellung riskant sein kann
Je höher der Zeitdruck, desto größer ist die Gefahr, die Suche an kurzfristiger Verfügbarkeit statt an langfristiger Passung auszurichten.
Das kann zu einer personellen Fehlentscheidung führen. Typische Ursachen sind:
- Das Aufgabenprofil wurde zu allgemein formuliert.
- Die künftige Ausrichtung der Finanzfunktion ist noch unklar.
- Aktuelle Probleme werden mit langfristigen Anforderungen vermischt.
- Die fachliche Qualifikation wird stärker gewichtet als die persönliche Passung.
- Die Geschäftsführung unterschätzt den notwendigen Veränderungsumfang.
- Der Kandidat passt zur heutigen, aber nicht zur künftigen Organisation.
Eine Fehlbesetzung auf CFO-Ebene zeigt sich häufig nicht sofort. Die ersten Monate werden von Einarbeitung, interner Abstimmung und der Übernahme laufender Themen bestimmt.
Erst später wird deutlich, dass beispielsweise Erfahrung in Restrukturierung, Digitalisierung oder Finanzierung fehlt. Dann hat das Unternehmen bereits Zeit verloren und muss die Suche erneut beginnen.
Ein CFO auf Zeit trennt Sofortbedarf und Dauerlösung
Ein CFO auf Zeit übernimmt die Verantwortung für einen begrenzten Zeitraum. Er sichert das operative Geschäft, bearbeitet dringende Themen und schafft gleichzeitig Transparenz über die langfristigen Anforderungen.
Damit lassen sich zwei Entscheidungen voneinander trennen:
Die erste Entscheidung lautet: Wer stellt die Finanzführung jetzt sicher?
Die zweite lautet: Welche Führungskraft braucht das Unternehmen dauerhaft?
Diese Trennung nimmt Druck aus dem Auswahlprozess. Die Geschäftsführung muss nicht innerhalb weniger Wochen eine langfristige Personalentscheidung treffen, nur weil Monatsabschluss, Bankenkommunikation oder Liquiditätsplanung nicht warten können.
Wann ein CFO auf Zeit die bessere Personalentscheidung ist
Wenn das künftige CFO-Profil noch nicht feststeht
Viele Unternehmen wissen, dass sie ihre Finanzfunktion weiterentwickeln müssen. Unklar ist jedoch, welche Kompetenzen dafür dauerhaft intern benötigt werden.
Vielleicht soll das Reporting professionalisiert werden. Möglicherweise steht eine ERP-Einführung an. Eventuell benötigt das Unternehmen mehr Erfahrung in Finanzierung, M&A oder internationalem Wachstum.
Ein Interim CFO kann diese Situation analysieren und die erforderliche Zielstruktur entwickeln.
Am Ende des Mandats steht nicht nur eine stabilisierte Finanzorganisation. Das Unternehmen verfügt außerdem über ein deutlich präziseres Anforderungsprofil für die spätere Festbesetzung.
Wenn die Position kurzfristig vakant wird
Kündigung, Krankheit oder ein ungeplanter Wechsel können eine sofortige Lücke in der Finanzleitung verursachen.
Ein CFO auf Zeit übernimmt kurzfristig Aufgaben wie:
- Führung des Finance-Teams
- Sicherung von Monats- und Jahresabschlüssen
- Liquiditätsplanung
- Reporting an Geschäftsführung und Gesellschafter
- Kommunikation mit Banken und Wirtschaftsprüfern
- Steuerung laufender Finanzprojekte
- Ggf. die Einarbeitung eines Nachfolgers
Dadurch bleibt das Unternehmen handlungsfähig. Die Suche nach einer dauerhaften Besetzung kann parallel und ohne unnötigen Zeitdruck erfolgen.
Wenn eine Transformation ansteht
Eine Finance Transformation verändert Systeme, Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten. Die Leitung eines solchen Vorhabens erfordert andere Kompetenzen als die spätere Steuerung einer stabilen Finanzorganisation.
Ein Unternehmen kann deshalb vorübergehend einen transformationsstarken Interim CFO einsetzen. Dieser baut neue Strukturen auf, führt Prozesse ein und bereitet die Organisation auf die Zukunft vor.
Nach Abschluss der Transformation kann anschließend ein dauerhaftes CFO-Profil gesucht werden, das zur neuen Struktur passt.
Wenn eine Krise oder Restrukturierung bewältigt werden muss
In einer angespannten Unternehmenssituation sind besondere Erfahrungen gefragt.
Ein Restrukturierungs-CFO muss Liquidität sichern, belastbare Szenarien erstellen und schwierige Entscheidungen umsetzen. Häufig gehören auch Bankengespräche, Working-Capital-Maßnahmen und die Einführung eines engmaschigen Reportings zum Mandat.
Diese Anforderungen unterscheiden sich oft deutlich von der späteren Rolle eines langfristig tätigen CFO.
Ein Interim Manager kann die akute Situation bewältigen. Anschließend lässt sich die dauerhafte Position auf die stabilisierte Unternehmensphase ausrichten.
Wenn Wachstum neue Strukturen erfordert
Auch starkes Wachstum kann die Finanzorganisation überfordern.
Bestehende Prozesse skalieren nicht mehr, Reports liefern zu wenig Transparenz und Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig geregelt. Gleichzeitig soll die operative Entwicklung nicht durch langwierige interne Projekte ausgebremst werden.
Ein CFO auf Zeit kann passende Strukturen aufbauen, Finanzierungsmöglichkeiten bewerten und das Controlling professionalisieren. Das Unternehmen erkennt dabei, welche Führungs- und Fachkompetenzen es langfristig benötigt.
Was ein Interim CFO konkret leistet
Ein guter Interim CFO beschränkt sich nicht auf Analyse und Beratung. Er übernimmt operative Verantwortung und setzt vereinbarte Maßnahmen gemeinsam mit dem bestehenden Team um.
Zu Beginn des Mandats verschafft er sich einen strukturierten Überblick über die Finanzfunktion. Typische Prüffelder sind:
- Liquidität und Finanzierung
- Qualität und Geschwindigkeit des Reportings
- Planung und Forecasting
- Abschlussprozesse
- Kosten- und Ergebnisstrukturen
- Datenqualität
- Systeme und Schnittstellen
- Rollen innerhalb des Finance-Teams
- aktuelle Risiken und Handlungsbedarfe
Auf dieser Grundlage priorisiert der Interim CFO die wichtigsten Maßnahmen.
Das Ziel ist nicht, möglichst viele Projekte gleichzeitig zu starten. Entscheidend ist, die Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und die Themen mit dem größten wirtschaftlichen Nutzen zuerst zu bearbeiten.
CFO-Perspektive: Was in den ersten Wochen wichtig ist
Aus Sicht eines CFO muss ein Interim-Mandat schnell Klarheit schaffen.
In den ersten Wochen sollten mindestens fünf Fragen beantwortet werden:
- Wie belastbar sind die verfügbaren Finanzdaten?
- Welche Risiken erfordern sofortiges Handeln?
- Welche Entscheidungen stehen kurzfristig an?
- Welche Aufgaben kann das bestehende Team übernehmen?
- Welche Struktur braucht die Finanzfunktion künftig?
Danach sollte ein konkreter Maßnahmenplan vorliegen.
Dieser enthält idealerweise klare Verantwortlichkeiten, realistische Zeiträume und messbare Ergebnisse. So kann die Geschäftsführung jederzeit nachvollziehen, welche Fortschritte erzielt wurden.
Welche Vorteile Unternehmen gewinnen
Sofortige Führungskompetenz
Erfahrene Interim Manager sind häufig kurzfristig verfügbar und benötigen keine lange klassische Einarbeitung.
Mehr Sicherheit bei der Personalauswahl
Die Geschäftsführung kann eine dauerhafte Besetzung sorgfältig auswählen, statt aus akutem Zeitdruck zu entscheiden.
Erprobte Umsetzungserfahrung
Interim CFOs kennen vergleichbare Situationen aus unterschiedlichen Mandaten. Sie bringen erprobte Vorgehensweisen mit und erkennen typische Risiken schneller.
Flexible Einsatzmodelle
Der Umfang lässt sich an die konkrete Situation anpassen. Möglich sind Vollzeitmandate, mehrere Tage pro Woche oder klar begrenzte Projektphasen.
Neutraler Blick
Ein Interim Manager verfolgt keine interne Karriere. Er kann Strukturen und Entscheidungen unabhängig bewerten und auch schwierige Themen offen ansprechen.
Geordnete Übergabe
Ein professionelles Mandat endet nicht mit dem letzten Arbeitstag. Prozesse, Verantwortlichkeiten und offene Punkte werden dokumentiert und strukturiert an die dauerhafte Nachfolge übergeben.
Was kostet ein CFO auf Zeit?
Der Tagessatz hängt von der Aufgabe, dem Verantwortungsumfang, der Unternehmensgröße, der Branche und der erforderlichen Erfahrung ab.
Ein Mandat mit Schwerpunkt auf Vakanzüberbrückung unterscheidet sich beispielsweise von einer komplexen Restrukturierung oder einer internationalen Finance Transformation.
Für die wirtschaftliche Bewertung sollte nicht allein der Tagessatz betrachtet werden. Entscheidend ist der Nutzen, den der Interim CFO im Mandat erzeugt.
Dazu können gehören:
- Vermeidung von Liquiditätsengpässen
- schnellere und bessere Managemententscheidungen
- Reduzierung manueller Prozesse
- verbesserte Finanzierungskonditionen
- geringeres Risiko einer dauerhaften Fehlbesetzung
- erfolgreiche Umsetzung kritischer Projekte
- Stabilisierung des Finance-Teams
Hinzu kommt, dass die Kosten zeitlich begrenzt und an einen konkreten Bedarf gekoppelt sind.
Ein typisches Praxisbeispiel
Ein mittelständisches Unternehmen verliert kurzfristig seinen CFO. Gleichzeitig soll das Berichtswesen modernisiert und ein neues ERP-System eingeführt werden.
Die Geschäftsführung könnte sofort eine dauerhafte Nachfolge suchen. Das Problem: Noch ist unklar, ob die künftige Rolle stärker operativ, strategisch oder digital ausgerichtet sein muss.
Das Unternehmen entscheidet sich zunächst für einen Interim CFO.
Dieser sichert das Tagesgeschäft, stabilisiert die Liquiditätsplanung und übernimmt die Kommunikation mit Banken und Wirtschaftsprüfern. Anschließend überprüft er das ERP-Projekt und entwickelt ein neues Reportingkonzept.
Während des Mandats wird deutlich, dass das Unternehmen langfristig einen CFO mit starkem Controlling- und Transformationsprofil benötigt.
Die anschließende Personalsuche kann nun mit einem präzisen Anforderungsprofil beginnen. Der neue CFO übernimmt eine geordnete Finanzorganisation statt einer ungeklärten Baustelle.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Nicht jeder erfahrene Finanzmanager passt zu jedem Mandat.
Neben fachlicher Kompetenz zählen die persönliche Eignung und die Erfahrung mit vergleichbaren Situationen. Ein Kandidat für eine Wachstumsphase benötigt andere Stärken als ein CFO für Restrukturierung oder Systemeinführung.
Wichtige Auswahlkriterien sind:
- Erfahrung mit ähnlichen Aufgabenstellungen
- passende Unternehmens- und Branchenerfahrung
- glaubwürdige Projekterfolge
- operative Umsetzungsstärke
- Führungserfahrung
- Kommunikationsfähigkeit
- souveräner Umgang mit sensiblen Stakeholdern
- kurzfristige Verfügbarkeit
Auch der Führungsstil muss zur Organisation passen. Ein Interim CFO arbeitet eng mit Geschäftsführung, Gesellschaftern und dem bestehenden Finance-Team zusammen.
Die fachlich beste Person ist deshalb nicht automatisch die beste Besetzung.
Persönlich bekannte Interim Manager statt reiner Profilsuche
Digitale Datenbanken können fachliche Merkmale filtern. Sie zeigen jedoch nur begrenzt, wie ein Manager tatsächlich führt, kommuniziert und unter Druck handelt.
persofaktum arbeitet mit erfahrenen Interim Managern, die persönlich bekannt sind. Vor der Auswahl wird gemeinsam mit dem Unternehmen geklärt, welche fachlichen und persönlichen Anforderungen das Mandat mit sich bringt.
Auf dieser Grundlage werden gezielt CFOs auf Zeit vorgeschlagen, die zur Aufgabe und zum Unternehmen passen.
Dieser persönliche Ansatz reduziert das Risiko, lediglich einen formal passenden Lebenslauf auszuwählen. Gerade bei einer sensiblen Schlüsselposition wie dem CFO ist die menschliche Passung entscheidend.
So läuft die Vermittlung ab
Am Anfang steht ein unverbindliches und vertrauliches Gespräch.
Dabei wird die Ausgangssituation, die Ziele des Mandats und die Anforderungen an den Interim CFO geklärt. Anschließend recherchiert persofaktum im persönlich bekannten Netzwerk nach passenden Kandidaten.
Das Unternehmen erhält ausgewählte Profile und kann die vorgeschlagenen Manager direkt kennenlernen. Bei der Entscheidung werden Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Ziele des Mandats vereinbart.
persofaktum bleibt auch während des Einsatzes als Ansprechpartner verfügbar.
Fazit: Erst Handlungsfähigkeit sichern, dann dauerhaft entscheiden
Eine offene CFO-Position muss schnell abgesichert werden. Die dauerhafte Besetzung sollte trotzdem nicht unter unnötigem Zeitdruck erfolgen.
Ein CFO auf Zeit verbindet beide Anforderungen.
Er übernimmt sofort Verantwortung, stabilisiert die Finanzfunktion und bearbeitet wichtige Projekte. Gleichzeitig schafft er Klarheit darüber, welches CFO-Profil das Unternehmen langfristig wirklich benötigt.
Damit ist Interim Management weit mehr als eine Notlösung. Es ist eine strategische Möglichkeit, Finanzführung flexibel zu gestalten und kostspielige Fehlbesetzungen zu vermeiden.
Den passenden CFO auf Zeit finden
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persofaktum ermittelt gemeinsam mit Ihnen den konkreten Bedarf und vermittelt einen erfahrenen, persönlich bekannten Interim CFO, der fachlich und menschlich zu Ihrem Unternehmen passt.
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